Noch
vor Beginn der Debatte zum Atomprogramm des Iran sorgte ein
Zeitungsbericht
für Unruhe. Der frühere CDU-Verteidigungsminister
Rupert Scholz will Atomwaffen
für die Bundeswehr. SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold:
"Das ist ein absurder
Vorschlag, wer glaubt, mit atomaren Waffen terroristischer
Berohung zu begegnen, der ist ziemlich neben der Realität."
Selbst im eigenen Lager
ist Scholz mit seinem Vorstoß isoliert. CSU-Verteidigungsstaatssekterär
Christian Schmidt:
"Nun ist die Völkerrechtslage
völlig klar. Deutschland ist Mitglied des
Atomwaffesperrvertrages und hat die Möglichkeit nicht
bisher und strebt auch
nicht an, selbstständig Atomwaffen zu besitzen. "
Auslöser der Debatte:
Das iranische Atomprogramm und die umstrittene Drohung des
französischen Präsidenten Chirac, gegen Terrorstaaten
Atomwaffen einzusetzen.
Hier steht auch Bundeskanzlerin Merkel in der Kritik, Chirac
bei ihrem
Paris-Besuch nicht widersprochen zu haben. Grünen-Fraktionsvize
Trittin:
"Und weil das
so falsch war, wäre es gut gewesen, wenn Frau Merkel
diese
Differenz in aller Deutlichkeit in Paris angesprochen hätte"
Generell herrschte
parteiübergreifend Konsens: Das Streben Irans nach Atomwaffen
ist nicht zu tolerieren. Und: Nur mit friedlichen Mitteln
ist der Konflikt zu
lösen.
realisiert
von Tilman Steffen ...zurück
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